OFFIS-TZI – der IKT Forschungsverbund in Norddeutschland

Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ist einer der zentralen Treiber für Innovation. Als Querschnittstechnologie mit Anwendungsbereichen in praktisch allen Branchen ist sie dabei in besonderem Maße anwendungs- und transferorientiert ausgerichtet. Forschung hat in der IKT daher stets auch die Aufgabe, die Umsetzung von Forschungsergebnissen in innovative Systeme, Produkte und Dienste voranzutreiben. Sie kann nicht im Elfenbeinturm stattfinden, sondern braucht vielmehr den Leuchtturm mit hoher Wahrnehmung in Industrie und Wirtschaft und einer starken nationalen und internationalen Strahlkraft.

Universitäre ebenso wie außeruniversitäre IKT-Forschungseinrichtungen brauchen  sowohl die exzellenten Forschungsspitzen in Spezialgebieten als auch die breiten  Kenntnisse in Anwendungsbereichen und Branchen. Die hohe Dynamik und  Leistungsfähigkeit, die gerade von unabhängigen Forschungsinstituten ausgeht, lässt  sich potenzieren, wenn die Institute nicht isoliert und konkurrierend gegeneinander  arbeiten, sondern vielmehr bewusst die Kooperation suchen: Abgestimmte, sich  ergänzende Forschungsstrategien und gebündelte Kompetenzen schaffen Synergien,  erhöhen die Leistungsfähigkeit und verbessern wesentlich die nationale und  europäische Wahrnehmbarkeit.

Kooperation erschließt Wissenschaftspotenziale

Die beiden Institute OFFIS Institut für Informatik in Oldenburg und TZI Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik in Bremen haben daher 2007 den OFFIS-TZI e.V. als einen Verbund kooperierender Forschungsinstitute gegründet. Die Zusammenarbeit verbindet über Landesgrenzen hinaus die Kompetenzen von mehr als 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und schafft so einen herausragenden Know-how-Pool für angewandte IKTForschung, der in Norddeutschland verankert ist und in Europa wahrgenommen wird. Durch die Zusammenarbeit wird das beidseitig vorhandene Wissen über Technologien und Anwendungsbereiche miteinander verbunden. Gemeinsame  Forschungsinteressen werden gestärkt und sich ergänzende Kompetenzen zusammengebracht. Diese Kooperation ohne Konkurrenzangst ist der Nährboden, auf dem wissenschaftliche
Ideen entstehen und Arbeiten gedeihen können. Sie schafft so eine solide Verankerung in der Forschung. Davon profitiert aber auch die Wirtschaft. Die Partner haben keine Berührungsängste vor praktischen Fragestellungen, sondern sehen das wirtschaftsnahe Arbeiten und den Technologietransfer als einen wesentlichen Teil ihres Auftrages an. Durch den Verbund können die Forschungsergebnisse mit größerer Anwendungsbreite und tieferen Fachkompetenzen für die Wirtschaft aufbereitet  werden und in Prototypen, Systeme, Produkte und Dienstleistungen einfließen.

Gründungmitglieder