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Dr. Christoph Mayer | mayer(at)offis-tzi.de | 0441 97 22 180
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Nebel
Prof. Dr. Michael Lawo
Der IuK-bezogene jährliche Stromverbrauch in Deutschland liegt mit 55 Terawatt-Stunden bereits bei einem Anteil von über 10% am gesamten nationalen Verbrauch elektrischer Energie. Den größten Anteil der IuK nimmt zwar bisher die Verbraucherelektronik, allen voran die Unterhaltungselektronik, ein. Laut aktuellen Berechnungen sollen aber gerade die Rechenzentren und die Infrastruktur des Internets in den kommenden Jahren durch eine exponentiell steigende Stromnachfrage einen immer größeren Stellenwert beim Energieverbrauch einnehmen.
Ökologisch handeln ….
Weltweit betrachtet, lag der Energieverbrauch im Jahre 2007 allein für den Betrieb von Rechenzentren bei 123 Terawatt-Stunden, was mit einem Ausstoß an CO2-Äquivalenten von rund 116 Mio. Tonnen z.B. annähernd dem CO2-Ausstoß Belgiens entspricht. Steigende Energiepreise sorgen dafür, dass neben den ökologischen Gründen beim Betrieb von IT für die Betreiber von Rechenzentren auch aus ökonomischer Sicht Handlungsbedarf besteht.
...ökonomisch denken!
Cloud Computing ist ein neuer Begriff der Branche für eine Dienstleistung, in der Infrastruktur, Plattformen und Software von einem externen Anbieter übernommen werden können. Durch die Konzentration von Services an zentralen Stellen ist ein Trend hin zu immer größer werdenden Rechenzentren vorhanden. Dies führt jedoch auch zu technischen Schwierigkeiten, da neben der Abfuhr der Wärme auch die Energieversorgung eine Herausforderung darstellt. Große Rechenzentren besitzen bereits eine Leistungsaufnahme im ein- bis zweistelligen Megawatt-Bereich und sind damit signifikante Großverbraucher. Für kleine und mittlere Betriebe ist Outsourcing durch Nutzung von Cloud Computing eine sehr gute Möglichkeit die Anschaffungsund insbesondere die Betriebskosten ihrer IT zu senken.
OFFIS-TZI sieht die bessere Ausnutzung der Rechenkapazitäten als eine Möglichkeit, die Effizienz und damit die Profitabilität von Rechenzentren zu erhöhen. Häufig werden IT-Dienste noch immer statisch an dedizierte Server gebunden. Durch die Dimensionierung der Hardware anhand der möglichen Spitzenbelastung herrscht durch die statische Zuordnung der Dienste die meiste Zeit eine geringe Auslastung der Server. Das führt zu einer Verschwendung von Energie, da Server auch im Leerlauf noch immer 60% ihrer maximalen Leistungsaufnahme besitzen. Eine Verbesserung verspricht hier die Anwendung von dynamischem Lastmanagement bei virtualisierten Rechenzentren.

